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MPEG-4 v1
Die Zulieferung der Daten erfolgt über eine
Multiplex-Schicht, die sich nach der DMIF Spezifikation richtet (Delivery
Mutlimedia Integration Framework). DMIF ist eine Schnittstelle,
die transparenten Datenzugriff bietet, unabhängig davon, ob die Daten
lokal vorliegen oder aus dem Web kommen. Das erwähnte Multiplexen
kann vom MPEG-4 zugehörigen FlexMuxTool erledigt werden, um elementare
Streams (ES) mit ähnlichen QoS-Anforderungen zu gruppieren, dann gemeinsam
zu übertragen und damit Verbindungen zu sparen.
Der Transport Multiplexing Layer stellt nun die
notwendigen Mechanismen zur Verfügung, um die gebündelten Streams
zu transportieren. Dabei wird die Benutzung üblicher Protokollmechanismen
wie UDP, IP oder der MPEG2 Transport Stream über verschiedene Instanzen
des transMux erreicht.
In MPEG-4 eingebaut sind desweiteren Systeme, die eine
Szenenbeschreibung ermöglichen, zur Komposition von Objekten, Text
mit Mehrsprachenunterstützung und audiophiler Wiedergabe, Interaktivität
die auch in der Lage ist, Client Events zu einem Server zu leiten, sowie
weitreichende Timing-, Synchronisations- und Recovery-Mechanismen.
Aus Sicht der Interaktionsmöglichkeiten bieten sich
viele interressante Punkte wie die Einstellung der Sprechgeschwindigkeit,
der Stimmlage, aber auch auf technische Umstände kann Einfluß
genommen werden, wie zum Beispiel die zu verwendende Bitrate bzw. die Skalierbarkeit
der Bandbreite, die erreicht werden kann, indem man während der Datenübertragung
einfach bestimmte Frequenzbereiche ausblendet.
Die unterstützten Bitraten werden zwischen 5Kbit/s
und 10Mbit/s liegen, und wie gewohnt wird man beim Encodieren die Qualität
an seine Bedürfnisse anpassen können. Interressanter ist da schon
die Möglichkeit auch beim Dekodieren die Ausgabequalität zu modifizieren.
Weiterhin ist es möglich, De-/Kodierung mit Mechanismen wie Temporal/Quality
Scalability hinsichtlich ihrer Performanz zu optimieren.
Eine weitere Einrichtung von MPEG-4 ist die inhaltbezogene
Identifikation und der Schutz intellektuellen Eigentums (IPMP). Darunter
versteht man die Möglichkeit, Autorendaten zu speichern, beziehungsweise
Autorenrechte zu wahren. Dazu kann jeder Stream einen "Intellectual Property
Identification"-Datensatz mit sich führen, welcher vom IPMP-System
ausgewertet wird. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen des breiten
Anwendungsspektrums gerecht werden zu können, wird im MPEG4-Standard
nur die Schnittstelle dieses Systems definiert. Sie beinhaltet IPMP-Descriptors
und IPMP-Elementary Streams. Jeder zu schützende Datenstrom führt
einen zugehörigen IPMP-Descriptor mit sich. Diese stellen quasi das
Bindeglied zwischen dem IPMP-System und dem MPEG-4-Anzeigegerät dar.
Weitere Bestandteile von MPEG-4 v1 sind Facial
Animation und auch die Shape- und Alpha-Kodierung von Bildmasken.
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