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Bestandteile des DMIF
Der DMIF-Filter leitet Anfragen an das zuständige Modul
im DMIF Standard weiter. Grundsätzlich ist dabei zwischen Fern- und
lokalen Anwendungen zu unterscheiden, wobei DMIF mit beiden umgehen kann.
Das DMI-Network-Interface gibt Remote-Anwendungen den
Zugriff auf Netze vor, optional kann noch das Signaling Mapping Modul benutzt
werden, dass die spezifischen Netzwerksignale an DMI anpasst.
DMIF unterstüzt zusätzlich auch mehrfache,
konkurrierende DMIF-Sessions, so daß während 'einer Session'
Daten aus mehreren, vom Typ her unterschiedlichen, Netztechnologien geladen
werden können.
Zuerst wird nun vom DAI eine Service Session angelegt,
die den angeforderten Gegenpart (remote oder local) anspricht und mit ihm
eine Netzwerksession aufbaut. Wenn eine Anwendung nun einen (Streaming-)
Kanal benötigt, wird dieses wiederum vom DAI erledigt. Wie genau das
passiert, hängt von der angesprochenen Datenquelle ab. Die Implementation
beziehungsweise Art und Weise der Implementation ist dem Entwickler überlassen
und wird vom DAI auch nicht spezifiziert.
MPEG-4 v2
Die Erweiterung des schon bestehenden Standards
(Version 1) ergänzt MPEG-4 um folgende Aspekte:
Durch eine erweiterte Sound-Modellierung ist
es möglich, akkustische Kulissen noch realistischer zu gestalten (Dopplerffekt,
Raumreflexionen...). Hinzugekommen ist weiterhin die Fähigkeit, den
gesamten menschlichen Körper durch 3D-Mesh zu modellieren und die
Interaktionsmöglichkeiten über einen Bitstream zu präsentieren.
Ebenfalls neu wurde die Hierarchie von 3D-Objekten
eingebaut. Das Chromakey-Verfahren eröffnet neue Möglichkeiten
zur Transparenz-Visualisierung.
In MPEG-4 v2 gibt es auch eine Java-Komponente.
MPEG-J ist eine API, welche die Zusammenarbeit von MPEG-4-Playern mit Java-Code
ermöglicht. Der Code wird als eigenständiger Stream übertragen
und in einer eigenen Laufzeitumgebung ausgeführt. MPEG-J stellt jedoch
dadurch keine neuen Coder/Decoder zur Verfügung, sondern vielmehr
eine Möglichkeit, auf die Steuerung der MPEG-4-Daten Einfluß
zu nehmen.
Im Videobereich wird MPEG-4 durch Version 2 erweitert
um:
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höhere Flexibilität der objektbasierten Kodierung
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eine insgesamt erhöhte Kodierungseffizienz durch Verwendung
folgender Algorithmen:
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GMC (Global Motion Compensation), d.h. Kodierung globaler
Bewegungen durch wenige Parameter,
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QPMC (Quarter Pel Motion Compensation), eine Erweiterung
von GMC,
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SA-DCT (shape-adaptive Discrete Cosine Transform), verbessert
die Kodierungseffizienz von beliebig geformten Objekten,
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erhöhte Fehlertoleranz,
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verbesserte Qualitätsstabilität bei niedriger Pufferverzögerung.
Mit MPEG-4 v2 ist es nun, im Unterschied zu v1, auch möglich,
mehrere Sichten auf dasselbe Objekt anzubieten.
Die Bodyanimation ist in der Lage, Körper in Form
von 3D-Objekten darzustellen, wobei es keine Limitierung hinsichtlich der
Komplexität des Modells gibt. Fehlerrobustheit erlaubt hierbei das
Anzeigen des ganzen Objektes, auch wenn Teile des Bitstreams zerstört
wurden. Level Of Detail ermöglicht das Einsparen von Renderzeit, zum
Beispiel durch die vereinfachte Darstellung von Objekten, die weiter entfernt
sind.
Im Audiobereich wurde der Advanced Audio Codec
vor allem in Bezug auf Robustheit verbessert. Weiterhin wurde der AAC um
einen Low Delay AC erweitert, der insbesondere beim Streaming in solchen
Netzwerken notwendig ist, in denen aufgrund der Interaktionsmöglichkeiten
niedrige Verzögerungszeiten gefordert sind.
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